Michael Perlick lebt seit 10 Jahren im Ostseebad Grömitz an der Lübecker Bucht. Geboren in Magdeburg, aufgewachsen in Leipzig, beschäftigte er sich schon in seiner Zeit als Thomasschüler mit der Ölmalerei. Bekannt in Insiderkreisen wurden in dieser Zeit aber nur Kopien Alter Meister und später der Südseebilder Gauguins sowie immer wieder der von Van Gogh, die „unter der Hand“ verkauft wurden, um das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Martin-Luther-Universität in Halle zu finanzieren. Als Künstler ist er Autodidakt und betreibt das Malen heute zum Stressabbau, exzessiv in der Nacht. Die Beschäftigung mit der Kopiemalerei war – wie er selbst sagt - die beste Schule. So ist der Einfluss insbesondere von Van Gogh in seinen heutigen, eigenständigen Werken unübersehbar. Viele Arbeiten haben eine gestrichelte, dynamische Pinselführung und ein kräftiges Kolorit meist aus Gelb-, Rot-, und insbesondere Blautönen; voller emotionaler Kraft.
Von mehreren Weltreisen, die ihm sein „Job“ im Tourismus schenkte, brachte er wundervolle Motivsammlungen mit, aus der zum Beispiel die beachtete Reihe von 14 ethnischen Frauenportraits entstand. In der von ihm selbst so benannten „Chamäleon-Reihe“ lebt er seinen alten Hang zur bildhaften Nachempfindung aus, wenn er Werke Großer Meister kopiert und gleichzeitig sie originell verfremdet.
In den letzten Jahren sind die wundervollen, historischen Bauwerke und Landschaften Deutschlands zum vorrangigen Thema seiner Werke geworden. Wir finden kraftvolle Bilder mit expressionistischem Farbgebrauch von Leipzig, aber auch von Dresden, Berlin, Hamburg und Lübeck sowie seiner neue Heimat an der Ostsee.
Yorleivis Prevost Casals, Leipzig im August 2006 |